Das Wichtigste in Kürze:
► Lokale Micro-Influencer sind für Food Trucks oft wertvoller als große Stars.
► Ein kostenloses Essen gegen eine Instagram-Story (Barter-Deal) ist der gängige Einstieg.
► Authentizität und gute Food-Fotos sind wichtiger als reine Follower-Zahlen.
► Nutze User Generated Content (UGC), um Deinen eigenen Social-Media-Kanal zu füllen.
Du stehst in Deinem Truck, der Grill läuft heiß, die Zutaten sind frisch – aber die Schlange vor dem Verkaufsfenster könnte länger sein? Mundpropaganda ist im Street-Food-Business Gold wert. Und im digitalen Zeitalter heißt Mundpropaganda: Influencer-Marketing. Keine Sorge, Du musst dafür nicht Kim Kardashian buchen. Wir zeigen Dir, wie Du lokale Foodies findest, die genau Deine Zielgruppe ansprechen.
Warum Food-Blogger Dein Business pushen
Essen ist visuell. Ein perfekt ausgeleuchtetes Foto von Deinem Signature-Dish auf Instagram oder ein kurzes TikTok-Video, wie der Käse schmilzt, weckt sofortigen Heißhunger. Lokale Blogger genießen ein hohes Vertrauen bei ihrer Community. Wenn sie sagen „Hier gibt es den besten Burger der Stadt“, dann glauben ihre Follower das – und kommen vorbei. Das ist der Hebel, den Du für Deine Social-Media-Strategie nutzen musst.
Die Suche: Qualität vor Quantität
Viele machen den Fehler, nur auf die Follower-Zahl zu schauen. Aber für einen Food Truck, der lokal in Berlin, Hamburg oder München steht, bringt ein Influencer mit 100.000 Followern aus den USA gar nichts. Du suchst sogenannte Micro-Influencer (1.000 bis 10.000 Follower) aus Deiner Region.
- Suche nach Hashtags wie #foodguide[DeineStadt], #[DeineStadt]eats oder #streetfood[DeineStadt].
- Checke die Geotags von Street-Food-Festivals in deiner Nähe.
- Achte auf die Engagement-Rate: Liken und kommentieren die Leute wirklich?
So sprichst Du Creator richtig an
Niemand mag Copy-Paste-Nachrichten. Sei persönlich. Schreibe ihnen eine DM auf Instagram. Lobe ein konkretes Bild von ihnen, damit sie sehen, dass Du Dich mit ihrem Profil beschäftigt hast.
„Hey [Name], ich liebe Deine Food-Spots in Köln! Wir stehen gerade mit unserem neuen Burrito-Truck am Rheinauhafen. Hättest Du Lust, mal auf einen Burrito und Drink vorbeizukommen? Geht natürlich aufs Haus!“
Der Deal: Barter vs. Bezahlung
In der Food-Szene ist der Barter-Deal (Tauschgeschäft) sehr verbreitet. Du bietest ein kostenloses Essen und Getränke, der Creator liefert dafür eine Story und/oder einen Feed-Post. Das ist für beide Seiten fair: Du hast kaum Kosten (nur den Wareneinsatz), und der Blogger bekommt coolen Content und ein leckeres Mittagessen.
Content Recycling: Doppelter Nutzen
Der größte Vorteil: Influencer können meistens richtig gut fotografieren. Wenn sie Dich in ihrer Story verlinken, reposte das sofort! Frage auch höflich, ob sie Dir das Foto für Deine eigenen Kanäle zur Verfügung stellen. Solcher User Generated Content (UGC) wirkt oft authentischer als Hochglanz-Werbung. Aber Achtung: Kläre vorher kurz ab, ob Du das Bild nutzen darfst, um Urheberrechts-Probleme zu vermeiden. Gute Food-Fotos sind für dein Marketing essenziell.
Fazit: Trau Dich!
Influencer-Marketing ist kein Hexenwerk und muss auch nicht teuer sein. Es ist ein moderner Weg, Deine Geschichte zu erzählen. Apropos Geschichte: Nutze Storytelling, um die Blogger für Deine Vision zu begeistern. Wenn sie von Dir schwärmen, werden ihre Follower schon bald zu Deinen Stammkunden.



